Spritqualität im Ausland: Was sind die Auswirkungen auf den Motor?

Der Kraftstoff ist einer der teuersten Kostenfaktoren für Vielfahrer. Wer nahe einer Grenze wohnt kann unter Umständen einiges an Geld sparen, wenn er den Sprit im benachbarten Ausland einkauft, wo er häufig günstiger ist als in Deutschland. Auch Urlauber können den Wagen deutlich günstiger volltanken, wenn Sie bei einer Fahrt nach Italien, beispielsweise, erst am Zielort wieder eine Tankstelle anfahren. Dabei sollte die Wegstrecke und der verbleibende Kraftstoff jedoch genau berechnet werden, damit man den Wagen nicht versehentlich im Ausland trocken fährt.

Doch was ist mit der Spritqualität im Ausland? Nur die Oktanzahl zählt!

Immer wieder hört man von Motorschäden oder holprig laufenden Motoren durch angeblich schlechtere Benzin-Qualität im Ausland. Die leistungsstarken, aber empfindlichen Motoren moderner Autos scheinen reihenweise deswegen seltsame Klopfgeräusche zu machen oder sogar den Geist aufzugeben. Doch was ist da Wahres dran? Tatsächlich kann es vorkommen, dass kleinere Tankstellen im Ausland, die von wechselnden Speditionen beliefert werden, unwissentlich Sprit mit verfälschter Oktanzahl anbieten. Dies geschieht durch Tankfahrzeuge, die auch andere Flüssigkeiten transportieren und Reste davon mit dem Benzin vermischen. Dieses Benzingemisch kann dann tatsächlich zu einer Gefahr für moderne Hochleistungsmotoren werden, weil die Oktanzahl verringert wurde.

Die Oktanzahl steht für die „Klopffestigkeit“ des Benzins. Der Kraftstoff muss zum richtigen Zeitpunkt von der Zündkerze zur Explosion gebracht werden, damit ein Motor rund läuft. Wenn die Oktanzahl jedoch zu niedrig ist, kann es vorkommen, dass sich das Sprit-Luft-Gemisch unkontrolliert entzündet und für die berüchtigten Klopfgeräusche sorgt. Außerdem sind die feinen Düsen der Einspritzpumpen genau auf die Fließeigenschaft des Kraftstoffs abgestimmt. Verändert sich diese, z.B. durch den Zusatz von Wasser, geht die Pumpe kaputt.

Die meisten Probleme im Ausland entstehen jedoch durch falsches Benzin, weil die dortigen Sprit-Namen unbekannt sind. Deshalb immer auf die Oktanzahl achten: Normal - 91 Oktan, Super - 95 Oktan, Super plus - 98 Oktan. Tanken Sie im Zweifelsfall lieber eine Kraftstoffart mit zu viel Oktan als zu wenig.

So schützen Sie Ihr Auto vor schlechtem Sprit im Ausland

Besonders wichtig ist es zu großen Marken-Tankstellen zu fahren und nicht die erstbeste, billige Hinterhof-Zapfsäule anzufahren (Ein heruntergekommenes Erscheinungsbild der Tankstelle kann bereits Hinweise über die Spritqualität liefern). Im Zweifel lieber zu einer Tankstelle im nächst-größeren Ort fahren, wo jeden Tag größere Mengen Benzin und Diesel umgeschlagen werden. Hier ist die Gefahr „verwässertes Benzin“ zu tanken deutlich geringer.

Auf jeden Fall gilt: Im Zweifelsfall lieber Kraftstoff mit einer höheren Oktanzahl tanken. So kann einer etwaigen Vermischungen mit anderen Flüssigkeiten entgegen gewirkt werden und gleicht diese im optimalen Fall sogar aus.


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