"eCall" nennt sich das System, das zukünftig helfen soll, die Zahl der tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer zu senken. Heute stellt die EU-Kommission ihre Pläne zur Umsetzung des automatisierten Notrufs in Brüssel vor.

Neu ist sie nicht, die Idee eines intelligenten Emergency Calls (eCall), der unmittelbar nach einem Unfall automatisierte Notrufe an Rettungskräfte übermittelt, um schnelle Hilfe durch die Übertragung von Standortinformationen mittels GPS-Signal zu garantieren. Für eine konkrete Umsetzung der grundlegenden eSafety-Initiative macht sich heute, am Donnerstag, den 13.06.2013, die EU-Kommission in Brüssel stark. Ab 2015 sollen alle neuzugelassenen Fahrzeuge innerhalb der EU über eCall verfügen.

Bewähren konnte sich die Funktionsweise des eCalls bereits bei zahlreichen Lawinenopfern, die , unter einer Schneedecke verschüttet, durch einen Druck auf den Notruf-Knopf zügig geortet und gerettet werden konnten. Auch das für Kraftfahrzeuge vorgesehene Rettungssystem der EU soll auf manuellen Knopfdruck aktivierbar sein. So ließe sich beispielsweise auch Hilfe für verunfallte Verkehrsteilnehmer herbeirufen, die über keinen eingebauten eCall verfügen. Geplant sei aber eine automatisierte Auslösung beispielsweise bei Aktivierung der Airbags.

Während Automobilhersteller wie Volvo und BMW die bereits in den 1980er Jahren entstandene Idee eines Notrufsystems bereits als kostenpflichtige Zusatzausstattung für Neuwagenkäufer anbietet, fordert die Kommission eine europaweite Regelung. Die Mehrkosten für den Einbau eines eCall-Systems sollen dabei lediglich 100 € betragen.