Carsharing in Deutschland

Insbesondere in Großstädten haben immer weniger Menschen ein eigenes Auto. Gerade in der Stadt oder in Ballungsgebieten ist dies auch oftmals gar nicht nötig. Schließlich ist in einem solchen Fall meist das Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln so gut ausgebaut, dass so gut wie alle Ziele bequem auch ohne eigenes Fahrzeug erreicht werden können.

Hinzu kommt außerdem, dass es besonders in den Innenstädten an günstigen Parkmöglichkeiten mangelt und ein eigenes Auto so zunehmend zum Stressfaktor wird. Was passiert aber, wenn man an einen Ort gelangen möchte, der nicht mit Bus oder Bahn zu erreichen ist und man niemanden hat, der einem ein Auto leiht oder einen dorthin fährt? In einem solchen Fall hilft es, auf Carsharing zurückzugreifen.

Carsharing - Auto fahren ohne es zu besitzen.

Hierunter versteht man das kurzzeitige Ausleihen eines Automobils, das in den meisten Fällen vorher über einen Anbieter reserviert werden muss. Die Autos stehen entweder an fest zugeteilten Parkplätzen oder werden vom Fahrer an einem beliebigen Ort in der Stadt abgestellt, der dann dem Anbieter mitgeteilt wird. Für den regelmäßigen oder täglichen Bedarf rentiert sich das Prinzip Carsharing nicht, aber für einmalige oder nicht oft anstehende Fahrten, die man ohne große Umstände (beispielsweise Versicherungsfragen) hinter sich bringen möchte, ist das „Autoteilen“ zu einer beliebten Maßnahme in den europäischen Großstädten geworden.

Der deutsche Carsharing Markt

Der größte Anbieter von Carsharing in Deutschland nach Kundenzahl (Stand 2013) ist das Unternehmen Carpooling.com/Mitfahrgelegenheit.de mit 3 500 000 Kunden. Gefolgt von Flinkster (Deutsche Bahn) mit 215 000, Car2Go (Daimler) mit 100 000, Flinc mit 100 000, DriveNow (BMW) mit 88 000 und Cambio mit 50 000. Doch auch die Anbieter Stadtmobil (30 000), DeinBus (20 000), teilAuto (15 000), Autonetzer (15 000), Book N Drive (10 000), GreenWheels (10 000), Nachbarschaftsauto (7000), Quicar, Volkswagen (4000) und PocketTaxi (700) gelingt kundentechnisch immer mehr der Aufschluss an die Carsharing-Elite.
Geht man nach Anzahl der Fahrzeuge, so belegt Carpooling.com/Mitfahrgelegenheit.de wieder den ersten Platz mit 600 000 Fahrzeugen. Dahinter kommen Flinc (70 000), Car2Go, Daimler (42 000), Autonetzer (6000), Flinkster, Deutsche Bahn AG (2800), Book N Drive (2500), Tamyca (2500), Stadtmobil (1800), Cambio (1500), DriveNow, BMW (1400), Nachbarschaftsauto (1000), PocketTaxi (700), teilAuto (450), GreenWheels (300) und Quicar, Volkswagen (200).
Quelle: Statista